Hundohneleine: Infos zum Hund


Krankheiten des Hundes:

Wurmbefall beim Hund:

Würmer zählen zu den Endoparasiten, also Parasiten, die innen in unserem Hund leben. Sie leben auf Kosten des Wirts, da sie ihm Nährstoffe und Vitamine entziehen. Es ist wichtig dagegen etwas zu unternehmen, weil sie nicht nur unseren Hund krank machen, sonder auch auf uns übergehen können.

Es gibt eine ganze Reihe von Würmern, die bekanntesten sind sicher der Spulwurm und der Bandwurm, daneben gibt es noch die Hakenwürmer und Peitschenwürmer. Welpen können sich diese Parasiten schon von der Mutter holen, einerseits durch das Blut der Mutter im Mutterleib (=intrauterine Infektion) und auch später noch beim Säugen durch die Milch (= galactogene Infektion). Um dies zu verhindern sollte die Mutterhündin bereits vor dem geplanten Deckakt entwurmt werden. Auch ca. 14 Tage nach der Geburt sollte vorsichtshalber eine Wurmkur bei der ganzen Hundefamilie durchgeführt werden. Spulwürmer können z.b. im Larvenstadium in der Muskulatur der Mutterhündin zu finden sein, wo sie in einer Art Ruhestadium verharren (= Hypobiose). Bei der Trächtigkeit kommt es dann durch die Hormonumstellung zur Aktivierung der ruhenden Larven.
Für Welpen kann ein massiver Wurmbefall durchaus lebensgefährlich werden. Sie schädigen nämlich sein noch nicht voll entwickeltes Immunsystem und den Stoffwechsel. Dadurch kann er leicht in seiner ganzen körperlichen Entwicklung gehemmt werden.

Spulwürmer sind die am häufigsten vorkommenden Würmer bei unserem Hund. Spulwürmer sind ca. 18cm lang und leben im Dünndarm unseres Hundes. Sie werden mit dem Hundekot ausgeschieden und können, wenn wir damit in Berührung kommen, auch auf uns übertragen werden. Die Symptome bei unserem Hund sind ein dickbäuchiges Aussehen, stumpfes glanzloses Fell, Erbechen, Durchfall und Husten.

Auch Hakenwürmer können uns Menschen gefährlich werden. Diese Wurmart nistet sich im Dünndarm ein und ernährt sich dort von den Darmzotten, was dann zu kleinen Blutungen führt, die ziemlich massiv werden können. Gerade bei Welpen wieder sehr gefährlich, da dies bis zu einer Anämie führen kann. Hakenwürmer sind übrigens in der Lage intakte Haut zu durchdringen und können so in den Hundeorganismus eintreten, dann spricht man von perkutaner Infektion. Auch den Menschen kann dies treffen, allerdings verbleibt der Wurm in der Unterhaut und wandert dort pro Tag ca. 1cm umher, was zu Juckreiz und Hautveränderungen führt.

Gegen diese Wurmarten gibt es bei unserem Tierarzt geeignete Tabletten Drontal plus oder auch eine Paste Banminth, die wir unter das Futter mischen und somit die Würmer bekämpfen. Beides wird nach Gewicht des Hundes dosiert. Diese Mittel bekommen wir zwar auch in der Apotheke, aber sie sind leider verschreibungspflichtig und ohne Rezept daher leider nicht zu erwerben.

Dann gibt es noch den Bandwurm, welcher für seine Entwicklung immer einen Zwischenwirt braucht. Es gibt verschiedene Bandwurmarten, unter anderem den Hundebandwurm, welcher als Zwischenwirt den Floh nutzt. Die Flöhe nehmen die Wurmeier auf, aus denen sich die sogenannten Finnen entwickeln. Diese Finnen werden dann auf den Hund übertragen und dadurch kann sich dann im Darm unseres Hundes der Bandwurm entwickeln.
Ein Bandwurm besteht aus einem Kopfteil, einem Halsbereich und einer Gliederkette, die aus einzelnen Gliedern besteht, die man als Proglottiden bezeichnet. Am Ende sind die Glieder mit den reifen Eiern, da der Bandwurm ein Zwitter ist und in den Gliedern sowohl weibliche, wie auch männliche Anteile voll ausgebildet sind. Nach einer gewissen Zeit des Wachstums dieses Wurms werden dann diese Bandwurmglieder, die mit Eiern beladen sind, ausgeschieden. Sie sind im Kot unseres Hundes als kleine reiskornähnliche Stücke zu erkennen. Die Hülle dieser ausgeschiedenen Proglottiden trocknet dann aus und die darin enthaltenen Eier werden frei.

Wie merken wir denn das unser Hund erkrankt ist? Unser Hund magert trotz gleichbleibender Ernährung zusehens ab, oft fährt er Schlitten... soll heissen er rutscht mit seinem Hintern auf dem Boden entlang. Bei genauerem Hinschauen können wir vielleicht sogar kleine Bandwurmglieder im Fell rund um seinen After erkennen. Nun sollten wir möglichst eine Kotprobe einsammeln und sie unserem Tierarzt zur Bestimmung überlassen, denn es gibt auch Bandwurmarten, die auch auf uns Menschen übergehen können. Unser Tierarzt wird uns dann ein geeignetes Mittel verordnen und damit ist der Fall schon erledigt.

Wurmkuren kann man zwar vorbeugend machen, wie oft ist wieder eine Ermessensfrage und ob es sein muss auch. Am Besten Du fragst Deinen Tierarzt zu seiner Meinung oder bildest Dir eine Eigene ;-). Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ich lange Zeit einmal im Jahr eine Wurmkur durchgeführt habe. Dies habe ich immer vier Wochen vor der jährlichen Impfung gemacht, damit ich die Sicherheit hatte, dass der Hundeorganismus nicht schon durch Parasiten geschwächt war und es zu einer Impfreaktion hätte kommen können. Andere Meinungen lauten, dass es den Organismus schädigt, wenn es zu oft gemacht wird und wieder andere machen es sogar alle drei Monate??!!...also da muss wirklich jeder selber eine Entscheidung für seinen Liebling fällen.

Mittlerweile sehe ich das etwas lockerer und würde zunächst einmal Kotproben beim Tierarzt abgeben und danach entscheiden ob eine Wurmkur sein muss. Meiner Meinung nach wird der Darm doch ziemlich durcheinander gewirbelt und man muss nach der Wurmkur auf jeden Fall die natürliche Darmflora des Hundes wieder aufpäppeln.




Diese Ratschläge sollen bitte niemals den Gang zum Tierarzt ersetzen, sie sollen nur zur Erkennung der verschiedenen Krankheiten dienen und bei kleinen Wehwehchen eine mögliche erste Hilfe aufzeigen. Haftung übernehme ich dafür keine !