Hundohneleine: Infos zum Hund


Anatomie unserer Hunde

Die Vordergliedmaße und deren Gelenke unseres Hundes:

Die Vordergliedmaße wirken bei unserem Hund wie Stossdämpfer, soll heissen dass sie Stösse und Erschütterungen nicht an den Rumpf weitergeben, sondern abfangen. Dabei tragen sie 2/3 des Körpergewichtes des Hundes.

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Schulterblatt und Schultergelenk:
Die beiden Schulterblätter liegen bei unserem Hund seitlich an der Brustwand an und sind nur durch grosse Muskelstränge mit dem Brustkorb verbunden, also nicht verknöchert. Das ist auch der Grund warum wir grosse Hunde im ersten dreiviertel Jahr möglichst keine Treppen herunterlaufen lassen sollten, da sich sonst die Bänder dehnen können, die bis dahin noch nicht gefestigt sind. Dann spricht man von einer losen Schulter.
Das Schulterblatt ist ein dreieckiger, flacher Knochen, dessen Spitze nach unten gewinkelt ist. Je nach Hundetyp ist die Winkelung verschieden, auch wird in den jeweiligen Rassestandards ein bestimmter Winkel festgelegt. Je nach Abweichung spricht man dann von einem zu steilen oder zu flachen Schulterblatt.
Was wir gut bei unserem Hund ertasten können, sind die Ränder des Schulterblattes und die sogenannten Schulterblattgräten (vordere und hintere Grätengrube), die etwas hervorgewölbt sind, auf der vom Brustkorb abgewendeten Seite. Die dem Brustkorb zugewendeten Seite ist gebogen und passt sich dadurch der seitlichen Brustwand an. Hier sind auch die Angriffsflächen für die Muskeln. Die nach unten zeigende Spitze des Knochen - Dreiecks bildet eine Gelenkpfanne, in die der Kopf des Oberarmknochens passt und dies somit das Schultergelenk bildet.
Das Schultergelenk ist ein sogenanntes Kugelgelenk (= schalenförmige Gelenkpfanne umfasst einen kugelförmigen Gelenkkopf). Wobei dies nicht ganz zutreffend ist, da es durch straffe Bänder, sowohl innen wie auch aussen entlang, am Schultergelenk in der Bewegung so eingeschränkt wird, das nur noch Streck- und Beugebewegungen möglich sind.

Oberarmknochen:
Dies ist ein langer Röhrenknochen, der sich vom Schultergelenk bis zum Ellenbogengelenk erstreckt. Das Oberarmbein kann nur wenig nach vorn, dafür aber weit nach hinten gebeugt werden. Der obere Teil (zum Schulterblatt hin) ist der Gelenkkopf und der untere Teil (zum Ellenbogengelenk hin) sind die Gelenkknorren (innen und aussen) und die Gelenkrolle.

Ellenbogengelenk, Speiche und Elle:
Speiche und Elle bilden den Unterarm. An ihrem oberen Ende kommt die Speiche durch ihren Gelenkkopf (auch Radiuskopf genannt) mit der Speiche und dem unteren Teil des Oberarmknochens (=Gelenkrolle) zu einem Scharniergelenk zusammen, welches das Ellenbogengelenk darstellt. Diese Gelenke sind durch sogenannte Führungskämme und Führungsschienen sehr stabil miteinander verbunden und ermöglichen nur eine Beuge- und Streckbewegung. Zusätzlich halten das Gelenk und die Knochen noch straffe Bänder an ihrem Platz.
Die Speiche bildet am unteren Ende mehrere Gelenkflächen für das Vorderfusswurzelgelenk. Die Elle ist der kleinere Knochen des Unterarms und trägt selber kein Gewicht. Sie dient als Hebel für das Ellenbogengelenk und ist auch nur am oberen Teil (zum Ellenbogengelenk hin) voll ausgeformt und verfügt dort über breite Ansätze für die Muskulatur. Der untere Teil bildet mit dem sogenannten Griffelfortsatz eine Gelenkfläche für die Vorderfusswurzelknochen.

Vorderfusswurzel, Vordermittelfussknochen und Zehenknochen:
Die Vorderfusswurzel (auch Handwurzel genannt) besteht aus mehreren Knochen, die alle durch eine gemeinsame Gelenkkapsel verbunden sind. Das Vordefusswurzelgelenk besteht aus sieben Knochen, die relativ klein sind. An diese schliessen sich vier Vordermittelfussknochen an, plus einer der nicht ganz durchgeht (kürzer ist). Diese haben zum Vorderfusswurzelgelenk hin eine Gelenkfläche zur Verbindung mit der Vorderfussknochen und am Ende zu den Zehenknochen hin eine Gelenkrolle für die Verbindung zu diesen Zehenknochen. Die Zehen bestehen alle aus drei Knochen: Fessel-, Kron- und Krallenbein und dazu kommt noch drei Sesambeine, die sich im Sehnenbereich bilden, um die Sehne vor Verschleiss zu schützen.



Diese Erklärungen sind mit Sicherheit nicht besonders profimässig, aber ich denke man kann sich so einen kleinen Überblick verschaffen. Für Kritik oder Anregung in diesem Bereich bin ich aber immer offen.