Hundohneleine: Infos zum Hund


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Wie wird aus Hund und Mensch ein Team?

Naja, nun wissen wir wenigstens ein wenig über das, was unser kleiner Vierbeiner uns mitteilen möchte. Wenn er nun angetappst kommt, Dich anstupst und Dir die Hand leckt, dann möchte er Dir zeigen, dass er sich schon Dir zugehörig fühlt und Dich mag. Um ihn nicht zu verunsichern, sollten wir diese Liebesbeweise auch annehmen.

Auch Hunde unter sich, zeigen sich gegenseitig ihr Zugehörigkeitsgefühl, was das Rudel im Zusammenhalt stärkt. Daher kommt auch das, von vielen als unangenehm empfundene Anspringen zur Begrüssung, welches aus dem Jungtiertrieb heraus erfolgt.

Im Rudel wird der Heimkehrende auch mit Anstupsen, Anschmiegen und Schlecken an der Schnauze begrüsst. Dies möchte Dein Hund bei Dir auch machen, daher springt er Dich an, um an Deinen Kopf zu gelangen. Man kann ihm aber ohne weiteres beibringen, dass ein Stupser am Ohr oder der Hand den gleichen Zweck erfüllt.

So, wie aber machen wir unserem vierbeinigen Fellbündel nun klar, was wir von ihm möchten? Da wir als Hauptverständigungsmittel nunmal die Sprache haben, sollten wir diese auch gezielt einsetzen.

Das heisst wir sollten klar und deutlich reden, möglichst für die gleichen Zwecke auch die entsprechenden Signale benutzen. Soll heissen, wir sagen nicht: komm her; beweg dich mal hierhin; hey; Wusel (oder wie er sonst heisst); willst du wohl mal herkommen...usw. Da wird Dein kleines Fellbündel wahrscheinlich alles drauf tun, nur nicht zu Dir kommen. Besser ist es, wir nehmen immer das gleiche Signal, z.b. "HIER", wenn er zu uns kommen soll.

Wobei ich hier kurz mal anmerken möchte, dass wenn Du vielleicht später vor hast mit Deinem Energiebündel auf dem Hundeplatz zu arbeiten, das "HIER" bedeutet, dass Dein Hund ohne Umschweife auf direktem Weg schnellstens auf Dich zugelaufen kommen muss und sich exakt vor Dich setzen muss. Dagegen wollen wir in der Wohnung oder auf einem Spaziergang nur, dass er zu uns kommt, wenn wir ihn rufen.

Also was tun??? Ich kann hier auch nur als Beispiel anbringen, dass meine Hunde immer zwei Signale für ein und die gleiche Ausführung haben z.B. für das Hinlegen: "PLATZ" wenn wir auf dem Hundeplatz sind = er muss sich sofort hinlegen und solange liegenbleiben, bis ich dies durch ein anderes Signal wieder aufhebe; "LEG DICH" wenn wir zuhause sind und ich nur will, dass sie sich hinlegen, aber sie von sich aus wieder aufstehen dürfen.

So verunsichere ich sie nicht, wenn ich einmal schimpfe, wenn sie von sich aus ihren Platz verlassen und einmal nicht. Oder wenn ich mit ihnen spazieren gehe und sie ohne Leine neben mir bleiben sollen = "HIER RAN" und sollen sie auf dem Hundeplatz exakt bei Fuss gehen (dies bedeutet exakt mit ihren Schulter auf der Höhe meines linken Beines) heisst es = FUSS! Ich hoffe es einigermassen verständlich rübergebracht zu haben, was ich damit meine, schmunzel... ist doch einfacher einem Hund etwas zu vermitteln, als anderen Hundehaltern ;-)

Wichtige Signale, zumindest aus meiner Sicht sind:
  • eben das Herankommen wenn ich meinen Hund rufe
  • das Sitz, wenn er auf etwas warten soll
  • das Platz, wenn er irgendwo abliegen soll
  • das Bleib, wenn er z.B. irgendwo nicht mit hinein darf
  • das lebensrettende Aus, wenn er z.B. unterwegs irgendetwas findet und es wieder hergeben soll
  • das Nein, was dann zum Zug kommt, wenn er etwas nicht tun soll, was er aber sonst darf
  • das Pfui, wenn er etwas grundsätzlich nicht darf

Und dann gibt es noch eine Reihe von Befehlen, die meine Drei beherrschen, weil sie das Zusammenleben sehr vereinfachen...schmunzel...so z.B.: nicht ziehen, warten, lauf und das Wort gut, um andere Befehle aufzuheben.

Dasko

Blickkontakt beim Lernen mit Deinem Hund ist auch enorm wichtig, sorg immer dafür, dass er Dich anschaut, wenn Du ihm etwas Neues vermitteln willst. Dafür musst Du Dich natürlich interessant für ihn machen. Hier hab ich ihn mit Leckerchen in der Hand bestochen. Warum er Dich anschauen soll? Nun ja, nur dann hast Du auch seine volle Aufmerksamkeit!

Nun nochmal dazu, dass man die Stimme nutzen sollte. Hiermit meine ich das Signale unterschiedlich ausgesprochen werden sollten. Der Hund versteht mehr die Betonung und den Wortklang. Bleibe möglichst leise, schrei ihn nicht an, denn das kommt dem Bellen eines Hundes gleich und verwirrt Deinen Hund nur. Hunde hören wesentlich besser als wir und das auch auf grosse Entfernungen.

Der Tonfall ist viel entscheidender:
- ein scharfer, tiefer Tonfall zum Tadeln für die Kommandos wie: NEIN, AUS, PFUI
- ein ruhiger, ernster Tonfall für ein Signal wie: PLATZ, BLEIB, SITZ, FUSS, HIER
- ein aufmunternder, freundlicher, lustiger Tonfall zum Loben, Zureden o. Beruhigen

Das Lernen kannst Du Deinem Schützling auch noch erleichtern, wenn Du die Worte durch Taten unterstützt. Wenn Du dem knuffigen Etwas auf vier Pfoten z.B. beibringen möchtest, dass er sich setzt: Dazu nehmen wir ein Leckerchen in die Hand, halten es leicht nach hinten über seinen Kopf. Nun wird er versuchen, daran zukommen, sein Gleichgewicht verlieren und auf dem Hintern landen. Jetzt sagen wir lobend: FEIN SITZ, BRAV SITZ...oder ähnliches. Immer wenn er sich von selber hinsetzt benutzen wir diese Worte. Gleichzeitig können wir ihm auch immer wieder einen erhobenen Zeigefinger zeigen, so dass er auch dies als zweites Hilfsmittel erlernt = Finger hoch heisst: SITZ. Dies ist alles etwas schwer zu beschreiben, muss ich gerade feststellen ;-). Es lässt sich doch viel leichter vormachen.



Welche Signale/Kommandos oder Befehle (wie immer man es bezeichnen mag) Du nutzen möchtest, liegt ganz bei Dir.
Es gibt keine Richtlinien im Zusammenleben mit Deinem Hund, nur zur Vereinfachung wäre es nützlich, wenn die Signale sich deutlich unterscheiden, damit Dein Hund es leichter hat Dich zu verstehen.