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Der Hund und seine Ernährung


Ernährung des alternden Hundes


Wenn Dein Hund älter wird, verändert er sich nicht nur im Aussehen und seinem Charakter, nein, auch sein Nährstoffbedarf verändert sich. Weil bei alten Hunden die körperliche Aktivität langsam nachlässt, benötigen sie dann auch weniger Energie (ca.20%). Dies sollten wir beim Füttern berücksichtigen.

Meist steigt der Eiweissbedarf sogar etwas an, dies können wir dann durch eine bessere Eiweissqualität ausgleichen, also auf die Verwertbarkeit des im Futter enthaltenen Eiweisses achten. Es gibt ja mittlerweile schon sogenanntes Seniorenfutter, was in den meisten Fällen die richtige Zusammensetzung enthalten sollte?!

Wie beim Welpen, so ist auch beim Senior der Bedarf an Calcium erhöht, da sich die Knochen im Alter verändern. Nun solltest Du aber nicht einfach ein x-beliebiges Mineralzusatzmittel zufüttern, sondern dies auch durch die Vollnahrung ersetzen. Dabei musst Du unbedingt darauf achten, dass dieses Futter nicht allzuviel Phosphor enthält, denn dies kann bei den Senioren leicht zu Nierenschädigungen führen. Phosphor wird von den Hunden z.B. bei überwiegender Ernährung mit Fleisch meist zu hoch aufgenommen.

Wichtig ist auch der Gehalt an Vitamin A und E, denn dies sind fettlösliche Vitamine und die kann der Hund im Alter immer schlechter speichern. Dagegen gehen die wassserlöslichen Vitamine im Alter auch immer schneller über die Niere verloren. Also müssen wir auch hier auf ausreichende Versorgung achten.

Da im Alter auch die Geruchs- und Geschmacksempfindungen unseres vierbeinigen Freundes nachlassen, kann es passieren, dass er das Futter schlechter annimmt. Dies können wir umgehen, indem wir z.B. ein Futter mit Sonnenblumenöl nehmen, dies hat bei Hunden eine hohe Akzeptanz. Bei der Selbstversorgung sollten aber hier besser Omega-3-fettsäurehaltige Öle genutzt werden, um das Gleichgewicht zu behalten.

Idealerweise liegt die Verdaulichkeit eines Futters bei Senioren bei über 85%, so können wir sicher sein, dass er optimale Nährstoffmengen über seinen Verdauungsapparat aufnehmen kann. Denn natürlich lässt auch die Produktion der Verdauungsenzyme und die Arbeit des Verdauungstraktes nach. Um einer Verstopfung entgegenzuwirken, sollten wir auch darauf achten, dass ein hoher Anteil an pflanzlichen Faserstoffen (Ballaststoffe) im verabreichten Futter enthalten ist, denn dies regt die Darmbeweglichkeit an.

So nochmal kurz zusammen gefasst, auf was wir beim Futter für die Hundesenioren achten sollten:

  • Eiweissgehalt
  • Mineralgehalt
  • Vitamingehalt
  • Balaststoffgehalt

Gute Ratschläge bekommst Du auch bei Deinem Tierarzt, der auch speziell auf Deinen Hund achten kann, denn auch die Rassen neigen unterschiedlich zu Krankheiten im Alter oder zu Übergewicht. Ein Labrador wird z.B. eher zu Übergewicht neigen, als ein Whippet. Achte auch auf ausreichend Bewegung, auch wenn die Ausflüge vielleicht nicht mehr so lang sein können. Auch bei Hunden gilt: wer rastet, der rostet und mit vielleicht kürzeren Spaziergängen ist Dein Senior auf alle Fälle auch kopfmässig immer noch fit, auch wenn vielleicht der Körper schon nicht mehr ganz sooo mitmacht.

Manchen Hunden merkt man ihr Alter garnicht so an, sie sind auch im Alter noch kreuzfidel, andere dagegen altern schon sehr früh. Auch hier zeigt sich wieder, dass jeder Hund eine eigene Persönlichkeit ist und es kein Allgemeinrezept gibt, auch in der Ernährung nicht ;-)