Hundohneleine: Infos zum Hund


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Der Hund und seine Ernährung

Nährstoff- und Energiebedarf des Hundes

Da ich meine Hunde selbst versorge, musste ich mich zwangsläufig auch mit den Thema Ernährung der Hunde eingehender auseinander setzen. Als Ernährunsgsberaterin für uns Menschen interessiert mich logischerweise auch die Fütterung unserer Hunde. Darum wirst Du auf den folgenden Seiten nun mit der Zeit immer mehr Info zum Thema Ernährung, unter anderem auch bei Erkrankungen finden.

Aber nun erst einmal die Grundlagen der Ernährung unseres Hundes, wie der Nährstoffbedarf, der Energiebedarf und was man unter Nährstoffen überhaupt versteht. Diese Themen sind leider ein wenig trocken, aber ich werde trotzdem mal versuchen es nicht allzu öde werden zu lassen ;-).

Nährstoffe sind einfach Bestandteile, die der Nahrung zugeordnet sind und dem Lebenserhalt dienen. Also damit unser Hundchen leben kann, braucht es bestimmte Nährstoffe. Zur besseren Übersicht sind Nährstoffe in sechs Kategorien eingeteilt:

Der Nährstoffbedarf ist also die optimale Zusammensetzung des Futters, welche alle Bestandteile in korrekten Mengen enthält, um den Hundekörper am Leben zu erhalten.
Die Energie wird aus diesen Nährstoffen geliefert. Der sogenannte Energiegehalt eines Futters wird aus den Nährstoffen: Eiweiss, Fett und Kohlenhydrate errechnet. Wie hoch dann die Energiedichte des jeweiligen Futters ist, ergibt sich aus den Mengenverhältnissen dieser Bestandteile zueinander. Abhängig ist der Energiebedarf des Hundes von Alter, Rasse, Geschlecht, Aktivität, Umgebung und Gesundheitszustand. Dies zeigt auch deutlich dass jeder Hund einen anderen Energiebedarf hat!

Der Energiebedarf eines Hundes kann unterteilt werden in Grundenergie und Erhaltungsenergie. Unter dem Grundenergiebedarf versteht man die Energiemenge, die ein Hund in Ruhephasen und durchschnittlicher Temperatur seiner Umgebung verbraucht. Mal als kurze Anmerkung dazu: bei zu hoher Temperatur muss der Hund hecheln, bei zu niedriger Temperatur muss der Hund zittern, was beides jeweils mehr Energie verbraucht.
Unter dem Erhaltungsenergiebedarf versteht man die Energiemenge, die der Hund bei normaler Aktivität verbraucht. Ein körperlich arbeitender Hund hat auch einen erhöhten Energiebedarf, da seine Muskeltätigkeit erhöht ist. Hier spricht man auch schon mal von Leistungsbedarf. Desweiteren ist der Energiebedarf während Wachstum, Trächtigkeit, Laktation (= Milchbildungsperiode) und bei Heilungsprozessen erhöht. Energie wird durch die Masseinheiten Joule, Kilojoule und Megajoule angegeben.

Das Verhältnis der drei Nährstoffe, Protein, Fett und Kohlenhydrate zueinander bestimmt die sogenannte Energiedichte des Futters. Fettreiche Nahrung z.b. ist energiereicher, weil Fett 2,25% mehr Energie pro Gramm zur Verfügung stellen kann, als Protein oder Kohlenhydrate. Wasser dagegen hat überhaupt keinen Energiewert, was auch erklärt warum Futter mit einem hohen Feuchtigkeitsanteil eine geringere Energiedichte besitzt.

Zu der Berechnung vom Energiebedarf möchte ich hier weiter keine Angaben machen. Jeder Hund ist anders und verwertet das ihm angebotene Futter unterschiedlich, darum gelten die ganzen Werte sowieso nur als Richtwerte und sind nicht fest vorgeschrieben. Hier muss jeder Hundebesitzer selber durch Ausprobieren die richtige Menge des entsprechenden Futters herausfinden.

Grundsätzlich kann man wohl sagen, dass kleine Hunde prozentual gesehen, mehr Futter brauchen als grosse Hunde. Die meisten Hunde erhalten Fertigfutter, wobei man sich dort an den Richtwerten der Futtermittelhersteller orientieren kann. Nimmt der Hund zu, muss man entsprechend die Gabe verringern, nimmt er ab, erhöhen wir die Futtergabe. Darum finde ich persönlich es wichtig, den Hund in regelmässigen Abständen zu wiegen und genau zu beobachten.

Ich habe meinen Hunden immer etwas weniger gegeben, als auf den Futtersäcke ausgewiesen war, weil meine nebenher auch noch Leckerchen bekommen und dies mit in die Energiezufuhr eingerechnet werden sollte. Bei der Rohfütterung wird empfohlen ca. 2-3% des Körpergewichts an Gesamtfutter zu geben, auch hier muss man aber wieder selber ausprobieren; für den einen Hund kann es genau richtig sein, für den Anderen zuviel, für den Nächsten zuwenig. Ich würde immer mit der empfohlenen Menge starten und dann selber herausfinden welche Menge für meinen Hund die Passende ist.

Wichtig finde ich, dass man den Hund nicht überfüttert, denn jedes Gramm zuviel auf den Rippen, schadet nunmal seiner Gesundheit und verkürzt sein gemeinsames Leben mit uns. Wer seinem Hund also immer Leckerchen gibt und ihn mit der Zeit immer dicker werden lässt, tut seinem Hund nichts gutes, sondern er verkürzt damit nur sein Leben!!!