Hundohneleine: Infos zum Hund


Anatomie unserer Hunde

Das Muskelsystem unseres Hundes:

Zusammen mit den Sehnen, Sehnenscheiden und Schleimhäuten bezeichnet man das Muskelsystem auch als den aktiven Teil des Bewegungsapparates, da es die Bewegung und die Fortbewegung des Körpers ermöglicht.

Die obere Abbildung ist nicht 100% ausgerichtet, aber sie ermöglicht zumindest ansatzweise zu erkennen, wo die wichtigsten Muskeln zu finden sind. Der Hund besitzt massig Muskeln, die man unmöglich alle aufführen kann.

Jeder Muskel ist aus Muskelfasern aufgebaut, die meist schräg nebeneinander liegen. Jede Muskelfaser besitzt an ihren Enden eine Mündung in eine feine Sehne. Diese werden immer dicker, je mehr Sehnenfasern zusammen kommen und bilden eine Sehnenplatte, mit der der Muskel dann an dem jeweiligen Knochen befestigt ist. Muskeln und Sehnen bilden demnach eine funktionelle Einheit. Grössere Sehnen brauchen um leichter gleiten zu können einen Schutz. Diesen stellen Sehnenscheiden und Schleimbeutel dar, die innem mit einer Haut ausgekleidet sind, die eine Art Gelenkschmiere abgibt.
Muskeln werden über Nerven gesteuert: motorische, sensible und tonische Nerven werden hier genannt. Der motorische Nerv veranlasst die Muskeln zur Tätigkeit, der sensible übernimmt dann die Koordination damit die Spannung wieder aufgehoben wird. Die tonischen Nerven halten dagegen die dauerhafte, ausgeglichene Muskelspannung im Ruhezustand aufrecht und regeln auch die Ernährung der Muskeln. Wird der Hund nicht genügend bewegt, lässt die Nerventätigkeit nach und es kann zu Mangelversorgung und Rückgang der Muskeln kommen. Dies geschieht auch im Alter.

Beim Skelettmuskel wird in den Muskelursprung und in den Muskelansatz unterschieden. Der Muskelansatz ist der bewegliche Teil und verändert seine Position; dagegen bleibt der Muskelursprung immer in einer festen Position. Die Muskeln unterstützen sich gegenseitig, also bei jeder Bewegung brauchen wir einen Muskel der die Spannung aufbaut und einen der die Spannung wieder zurücknimmt. Diese sich gegenseitig unterstützenden Muskeln nennt man Synergisten und der Gegenspieler wird Antagonist genannt. Wenn sich z.b. der eine Muskel zusammenzieht, ist der Antagonist der, der sich entspannt. Im Ruhezustand halten sich die beiden die Waage und damit die gleiche Spannung.
Man spricht hier auch von Leistungsmuskel und Gleichgewichtsmuskel. Leistungsmuskel sind meist kürzer und dicker (= mehr Kraft), weil sie mehr Leistung bringen müssen. Die Gegenspieler, die Gleichgewichtsmuskel sind dagegen dünner und länger. Die Muskelfunktionen sind: Beugung, Streckung, Einwärts- und Auswärtsziehen und Schliessen.

Armkopfmuskel:
Er hat seinen Ursprung in der Hinterkopf und Nackengegend und setzt am Oberarm an. Er dient beim Anheben des Vorderbeines zum Vorwärtsführen der Vordergliedmaße und beim Abstützen des Beines als Niederzieher von Hals und Kopf, wobei diese auch nach hinten gezogen werden.

Kapuzenmuskel:
Er hat seinen Ursprung im Nacken, Widerrist, Rückenbereich und setzt am Schulterblatt an. Seine Funktion ist das Vorwärtsführen und Heben der Vordergliedmaße und stellt auch die Schulter fest.

Breiter Rückenmuskel:
Er hat seinen Ursprung in der Lenden- und Rückengegend an deren Faszien (=Bindegewebehüllschicht) und setzt an der Schulterblattgräte an. Er dient als Rückwärtsführer der Vordergliedmaße.

Kruppenmuskel:
Es gibt einen oberflächlichen, mittleren und einen tiefen Kruppenmuskel. Sie haben ihren Ursprung am Darmbeinflügel, Darmbeinsäule und am Kreuzbein und setzen am Oberschenkelknochen der hinteren Gliedmaße an. Ihre Funktion ist das Strecken des Hüftgelenks und das Rückwärtsführen der Hintergliedmaße.

Zweiköpfiger Oberschenkelmuskel und Spanner der Oberschenkelfaszie:
Er hat seinen Ursprung am Sitzbeinhöcker und am Kreuzbein und setzt an Oberschenkelknochen, Schienbeinkopf und Fersenhöcker an. Er dient zum Strecken des Hüft-, Knie- und Sprunggelenks und der Gesamtgliedmaße, wodurch der Rumpf eine kräftige Vorwärtsbewegung bekommt.
Der Spanner der Oberschenkelfaszie ist verantwortlich für die Beugung und Abspreitzung des Oberschenkels und damit auch für das Hüftgelenk. Die Muskeln des Hüftgelenks formen zum grössten Teil die Kruppe.

Brustmuskel:
Er hat seinen Ursprung am Brustbein und setzt am Oberarmknochen an. Die beiden Brustmuskel stellen eine Verbindung zwischen Rumpf und Vordergliedmaßen her und tragen den Rumpf. Gleichzeitig dienen sie zum Rückwärtsführen der Vordergliedmaße.

Unterarmmuskel:
Schlanke Muskeln, die im Bereich von Elle und Speiche liegen und damit die Zehengelenke bewegen, denn ab der Vorderfusswurzel nach unten gibt es keine Muskeln mehr. Vielmehr gehen die Endsehnen der Unterarmmuskeln bis in die Zehen. Sie haben ihren Ursprung am Oberarmknochen und setzen am Mittelfussknochen und Zehenknochen an. Sie dienen zum Strecken und Beugen des Vorderfusswurzelgelenks.

Deltamuskel:
Er hat seinen Ursprung am Schulterblatt an und setzt am Oberarmknochen an. Er wirkt als Beuger des Schultergelenks.

Dreiköpfiger Oberarmmuskel:
Seinen Ursprung hat er am hinteren Schulterblatt am Rand und setzt am Ellenbogenhöcker an. Er dient zum Strecken des Ellenbogengelenks und zum Beugen des Schultergelenks. Er ist der grösste Muskel der Vordergliedmaße und füllt den ganzen Bereich zwischen Schulterblatt, Oberarm und Ellenhöcker aus.

Brustbein Kopfmuskel:
Er hat seinen Ursprung am Brustbein und an der ersten Rippe und setzt am Schläfenbein an. Er dient zum Feststellen von Kopf und Hals oder auch zum Beugen der Beiden.


Diese Erklärungen sind mit Sicherheit nicht besonders profimässig, aber ich denke man kann sich so einen kleinen Überblick verschaffen. Für Kritik oder Anregung in diesem Bereich bin ich aber immer offen.