Hundohneleine: Infos zum Hund


no

Was sollte Dein Hund kennenlernen?

Hmm, ja was sollte unser kleiner Freund denn nun noch alles kennenlernen? Hunde, Katzen, Autofahren, Alleinebleiben haben wir ja nun schon... auweia und das Wichtigste hab ich glatt vergessen... KINDER!

Sorry, da ich keine eigenen habe, habe ich daran auch nicht gleich gedacht. Obwohl es superwichtig ist, dass Dein Hund von Anfang an die Möglichkeit hat auch die kleinere Version der Menschen kennenzulernen ;-). Natürlich mal wieder besonders, wenn er bei seinem Züchter keine Möglichkeit dazu hatte... schade schade... kopfschüttel.

Kinder bewegen sich anders als Erwachsene, sie sind meist lauter und aktiver als Erwachsene, dies muss Dein Hund lernen, damit er sich nicht bedroht fühlt oder unsicher wird. Hat Dein Hund aber regelmässig Kontakt mit Kindern, wird er im Normalfall sogar rücksichtsvoller mit ihnen umgehen, als mit uns. Als Beispiel kann ich hier mal aufführen, dass mein erster Dobermann feste an der Leine gezogen hat, wenn ihn ein Erwachsener festhielt, als aber mein Patenkind, damals kaum grösser als der Hund, die Leine unbedingt nehmen wollte, hat mein Dobi überhaupt nicht gezogen.

Auch kommen meine Hunde selten mit Kindern zusammen, aber trotzdem sind sie immer hellauf begeistert, wenn ich zu meiner Freundin in Urlaub fahre, die eine Rasselbande von drei Kindern hat. Sie benehmen sich dabei, als wenn sie ständig mit Kindern zusammenleben würden.

Wobei ich aber anführen möchte, dass ich kleine Kinder niemals unbeaufsichtigt mit Hunden zusammen lassen würde. Schnell ist etwas passiert, was keiner wollte. Ein Zwicken beim Spiel oder beim Hinterherjagen, der Hund wird gezankt und wehrt sich, der Hund erschreckt sich und schnappt... usw.

Auch muss man Kindern genauso beibringen mit Hunden umzugehen, sie nicht an der Rute oder den Ohren ziehen, nicht mit Stöcken zu ärgern, nicht an ihre Futterschüssel zu gehen, wenn sie gerade fressen.

Angie   Angie

Wachsen Kinder aber gemeinsam mit einem Hund auf, wird er ihnen immer ein treuer Freund in guten und in schlechten Zeiten sein. Er ist da, wenn sie traurig sind und ihm ihr Leid klagen, er ist da zum Kuscheln und er ist immer ausdauernd dabei, wenn´s um´s Spielen geht. Durch ihn lernen Kinder auch Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen.

Selbst wenn man keinen Hund halten kann, sollte man Kindern ab und an ermöglichen mit Tieren Kontakt zu haben. Ich finde es sehr traurig wenn ich manchmal hysterische Eltern sehe, die ihre Kinder von allem fern halten. Wie sollen diese Kinder denn ein normales Feeling für die Natur und seine Lebewesen bekommen?
Ich bin immer gern bereit mit Eltern zu reden, wenn sie mich ansprechen. Klar gibt es Menschen die Angst vor Hunden haben, das respektiere ich vollends, aber ich finde trotzdem das sie ihre Angst nicht auf ihre Kinder übertragen sollten.


Je nachdem wie Deine Lebensumstände sind oder auch im Hinblick auf das, was Du evtl. später mit Deinem Hund machen möchtest, sollte er auch das Bahnfahren, Busfahren, Stadthektik mit ihren Menschenansammlungen kennenlernen. Denk dabei daran, dass der Kleine dies auch alles verarbeiten muss und somit die ersten Ausflüge in die grosse weite Welt immer nur kurz sein sollten, damit er nicht überfordert wird. Dabei bist Du sein einziger Halt und auch das wird Euch als Team zusammenschweissen. Vermittle ihm immer Sicherheit, bleibe ruhig und gelassen, das wird Deinem Hund die Sicherheit geben, die er in unsicheren Momenten braucht.

Spielerisch kann man ihn an verschieden Untergründe und Ablenkungen heranführen, z.B.:
  • einen Ball über eine Plastikplane rollen und ihn ermuntern hinterherzurennen
  • über Kieselsteine laufen
  • vorsichtig über Gitterroste gehen; achte dabei darauf, dass es nicht zu weit auseinander steht für die kleinen Pfoten
  • Sand, Waldboden, Wiese, Acker, Holz, Asphalt; dies alles lernt er, wenn wir ihn viel mitnehmen
  • hänge ein paar flatternde Tücher und Tüten im Garten auf
  • fülle leere Plastikflaschen mit kleinen Kieselsteinen... die klappern schön, wenn sie umherrollen
  • lege ein grosses Bettlaken aus und krabbel drunter durch mit ihm
  • der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, also viel Spass beim Basteln ;-)

Besuchst Du mit Deinem Welpen einen Welpenkurs, hast Du dort auch die Möglichkeit Dir anzuschauen, was man alles noch mit seinem Hund trainieren kann. In den meisten Vereinen erhält man die Möglichkeit auch mal die Hindernisse der "Grossen" zu beschnuppern. Natürlich soll der Welpe hier noch nicht springen, aber einige Geräte wie die Schrägwand (die man in der Höhe verstellen kann), der Tunnel und die Laufdiele können mit Neugier, Aufmunterung und Leckerchen ausprobiert werden...bitte auf keinen Fall mit Zwang!

Welpen Welpen

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, was man alles mit seinem Hund auf Hundeplätzen trainieren kann. Die Voraussetzung für alle ist aber ein Grundgehorsam, der schon im Welpenalter gelegt wird und mit der Zeit immer weiter ausgebaut und perfektioniert werden kann. Nicht alle Vereine bieten die gleichen Sportmöglichkeiten an, da muss man sich dann schon ein wenig informieren, aber Welpenkurse und die ersten Erziehungsgrundkurse findet man meist auf allen Plätzen. Am besten schaust Du Dir den Platz und die Menschen die dort "arbeiten" erst einmal ohne Hund an.

Achte auf den Umgang mit ihren Hunden, wie freudig die Vierbeiner bei der Sache sind, stelle Fragen und schau, ob man genervt ist oder sie Dir freundlich und mit Hundeverstand erklärt. Unterhalte Dich mit den Menschen, die dort Kurse besuchen, was sie für einen Eindruck haben. Kennen die Ausbilder sich aus mit Deiner Rasse, gehen sie auf die verschiedenen Bedürfnisse der einzelnen Hunde und Menschen ein?
Dies als kleine Anregung, denn leider gibt es auch viele Vereine, die zwar Kurse anbieten, aber wo man nicht allzuviel lernt oder sogar schlecht beraten wird. Es gibt wie überall schwarze Schafe. Die Mühe des Umhörens und Schauens wird sich aber lohnen!!!

Für einen Neuling in der Hundewelt ist es erst einmal schwer, sich durchzufinden und zu unterscheiden, was für den eigenen Hund passt und was nicht. Versuche einfach ein wenig auf Dein Gefühl zu hören, wenn Dir an manchen Ausbildungsmethoden etwas nicht gefällt, dann frage nach warum es so gemacht werden soll. Siehst Du immer noch keinen Sinn dann darin, dann solltest Du auch nicht scheuen einen anderen Platz aufzusuchen. Bedenke dabei: Nicht jeder der sich Ausbilder, Trainer oder Lehrer nennt, ist auch wirklich einer, denn man braucht um diese "Jobs" auszuführen keinen Nachweis. Auch selbst mit Nachweis haben aber manche kein Feeling für Hund und Mensch, sondern sind tolle Theoretiker. Auch dann solltest Du an Dich und Deinen Hund denken und lieber gehen und Dich anderweitig umschauen, solange bis es für euch passt.