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Anatomie unserer Hunde

Das Skelettsystem unseres Hundes:

Das Skelettsystem unseres Hundes besteht aus Knochen, Knorpeln, Gelenken und Bändern. Man bezeichnet es auch als passiven Teil des Bewegungsapparates, da es dem Körper Halt, Form und die Stabilität gibt und damit auch Schutz gibt für die inneren lebenswichtigen Organe ( Herz, Gehirn usw.)

Die obere Abbildung ist nicht 100% ausgerichtet, aber sie ermöglicht zumindest ansatzweise zu erkennen, wo welcher Knochen, Wirbel oder welches Gelenk zu finden ist. Der Hund besitzt 256 Knochen, soviel die Aussage eines Tierarztes und dem wollen wir mal glauben ;-)

Die Funktionen des Skeletts sind neben den oben genannten auch der Speicherplatz für Mineralsalze ( Calcium ), der Produktionsort von Blutzellen ( das Knochenmark ) und auch der Ansatzpunkt für die Muskeln. So, nun will ich mal ein wenig versuchen das Skelett in seine Einzelteile zu zerlegen und ein wenig erklären, bitte um Nachsicht, wenn nicht alles bis ins Kleinste zerlegt ist, aber das würde doch, glaube ich, zu trocken werden.

Hirnschädel:
Als Hirnschädel bezeichnen wir den obersten Teil des Schädels. Man unterscheidet in verschiedene Bereiche, wie z.b. Stirnbein, Schläfenbein, Scheitelbein. Diese sind durch Nähte miteinander verbunden und formen so den Bereich, wo das Gehirn sitzt und dadurch geschützt wird.

Oberkiefer, Jochbein und Unterkiefer:
zählen zum Gesichtsschädel. Das Oberkieferbein ist der grösste Knochen im Schädel und prägt das Aussehen des Gesichtes. Das Jochbein ist ein paariger Knochen, der einen Teil der Wand von Nasenhöhle und Augen bildet und ist für die Breite des Schädels prägend. Er ist je nach Rasse unterschiedlich stark ausgebildet. Der Unterkiefer besteht aus zwei Knochen, die miteinander durch Faserknorpel verbunden (verwachesen) sind. An seiner Seite bietet er die Ansatzfläche für den grossen Kaumuskel.

Halswirbel:
Alle Hunde haben sieben Halswirbel. Der erste Halswirbel wird als Atlas bezeichnet oder auch als Kopfträger; dieser und der zweite Wirbel sind unterschiedlich im Aufbau und ermöglichen so dem Hund den Kopf zu drehen; alle anderen sind sich im Aufbau ähnlich. Eine Besonderheit ist auch der siebte Wirbel, denn dieser hat eine zusätzliche Fläche für den Ansatz an das erste Rippenpaar.

Brustwirbel, Brustbein und Rippen:
Unser Hund hat dreizehn Brustwirbel. Die an den Brustwirbeln befindlichen oberen Dornfortsätze lassen sich gut ertasten und bilden den Widerrist. An die Brustwirbel setzen die Rippen an, die zusammen mit den Brustwirbeln und dem Brustbein einen stabilen Schutzraum für die lebenswichtigen Organe wie Herz und Lunge bilden, den Brustkorb. Unser Hund besitzt dreizehn Rippenpaare, dies ist immer entsprechend der Brustwirbel. Der Brustkorb ist, trotzdem er aus Knochen besteht, ziemlich flexibel und unterstützt auch mechanisch den Atemvorgang.
Unter dem Bauch fühlt man das Brustbein, wo die echten Rippen durch Rippenknorpel an den seitlichen Gelenkflächen des Brustbeins verbunden sind. Bei den sogenannten falschen Rippen verschmelzen die Knorpelstücke zum Rippenbogen und sind somit nicht direkt an das Brustbein angelagert, sondern durch Muskeln miteinander und mit dem Brustbein verbunden. Dann spricht man oft auch von freien Rippen oder Fleischrippen, dies sind solche die frei enden, also keinen Kontakt zum Brustbein haben. Die Übergänge von den Rippen zu den Knorpelstückchen kann man bei jungen Hunden oder auch sehr schlanken Hunden ertasten.

Lendenwirbel:
Unser Hund besitzt sieben Lendenwirbel, die sehr ausgeprägte seitliche Querfortsätze haben. Hier ist die Angriffsfläche für die grossen Bauchmuskeln. Diese seitlichen Fortsätze dienen zum Abstützen der Bauchwand.

Becken, Kreuzbein und Schwanzwirbel:
Das Becken besteht aus zwei miteinander verbundenen knöchernen Hüftbeinen, die wiederum mit dem Kreuzbein verbunden sind. Das Kreuzbein ist ein dreieckiger Knochen (aus drei Kreuzwirbeln zusammen gewachsen), der mit der Lendenwirbelsäule verbunden ist und somit die Hintergliedmaße mit dem Rumpf verbindet. Alles zusammen gewährleistet die Kraftübertragung der hinteren Gliedmaße auf die Wirbelsäule.
Je nach Rasse besteht die Rute unseres Hundes aus 20 - 23 Schwanzwirbeln. Der ersten Wirbel ähneln noch den Kreuzwirbeln, aber zum Ende der Rute hin werden sie dann immer kleiner. Die kleinen, letzteren zeigen dann kein wirbelähnliches Aussehen mehr, sondern sehen mehr aus wie Stäbchen.

Insgesamt hat der Hund also 50 bis 53 Wirbel, diese alle zusammen bezeichnet man als Wirbelsäule. Sie ist das Zentrum des Achsenskeletts und geht vom Schädel bis zur Schwanzspitze. Sie gibt dem Körper unseres Hundes Halt und Stabilität, ist aber gleichzeitig auch flexibel, damit eine Beweglichkeit möglich ist. Auch verläuft im Wirbelkanal das Rückenmark, welches durch die Wirbelsäule geschützt ist. Das Rückenmark endet aber im Bereich der Lendenwirbel, also in den Schwanzwirbeln ist kein Rückenmark mehr zu finden. Alle Wirbel haben im Prinzip den gleichen Aufbau, sie bestehen aus einem Wirbelkörper und einem Wirbelbogen. Die Wirbelbögen bilden immer ein Wirbelloch und wenn man sich alle hintereinander vorstellt, hat man den Wirbelkanal, in dem das Rückenmark sitzt.
Alle Wirbel sind miteinander verbunden durch kurze oder längere Bänder, die sie auch stützen. Dazwischen sitzen Zwischenwirbelscheiben, die sogenannte Bandscheibe. Sie bestehen aus einem äusseren Ring aus Faserknorpel, der eine gallertartige Masse im Inneren hat. Diese Scheiben sind fest mit den Wirbeln verbunden und dienen als Puffer/Stossdämpfer und elastische Verbindung zwischen den Wirbeln. Wenn man von einem Bandscheibenvorfall spricht, dann ist der äussere Ring verletzt und die weiche Masse kann austreten und das Rückenmark dann verletzen.

Weitere Info zu den Knochen der Gliedmaßen findest Du bei Interesse unter Vordergliedmaße und Hintergliedmaße.


Diese Erklärungen sind mit Sicherheit nicht besonders profimässig, aber ich denke man kann sich so einen kleinen Überblick verschaffen. Für Kritik oder Anregung in diesem Bereich bin ich aber immer offen.