Hundohneleine: Infos zum Hund


Anatomie unserer Hunde

Das Hundeohr in Funktion und Aufbau:

Das Ohr unseres Hundes ist in drei Bereiche aufgeteilt:
- das Aussenohr ( Ohrmuschel und Gehörgang )
- das Mittelohr ( Trommelfell, Gehörknöchel und Ohrtrompete )
- das Innenohr ( Vorhof, Schnecke und Bogengängen )
Das Aussenohr funktioniert im Prinzip wie ein Trichter, er fängt die Töne ein und leitet sie in Form von Vibrationen weiter an das Trommelfell. Töne sind Schallschwingungen, die von der Ohrmuschel wahrgenommen werden, darum kann der Hund seine Ohren auch in Richtung der empfangenen Tonquelle ausrichten, d.h. die Ohrmuschel ist bei unserem Hund beweglich.

Auf der obigen Abbildung ist etwas veranschaulicht, wie der Verlauf des Gehörgangs ist. Klar nicht richtig in Grösse und Ausrichtung eingezeichnet, aber darum ging es mir hierbei garnicht. Sondern darum zu verdeutlichen, dass unser Hund einen vertikalen und einen horizontalen Gehörgang besitzt, was einer der Gründe ist, warum wir nicht mit Ohrenstäbchen im Hundeohr herumwerkeln sollten. Damit schieben wir den "Dreck" nur weiter in den Gehörgang und dies kann zu Entzündungen führen. Darum bitte immer nur das äussere, sichtbare Ohr reinigen.

Das Aussenohr besteht wie gesagt aus der Ohrmuschel und dem Gehörgang. Die Ohrmuschel sind bewegliche Knorpel, die mit Haut überzogen sind. Je nach Rasse ist die Form unterschiedlich, also z.b. Steh- oder Hängeohren. Unser Hund kann die Ohren, durch Muskeltätigkeit, unabhängig voneinander ausrichten, was zum Einen der akustischen Wahrnehmung, aber zum Anderen auch der Kommunikation der Hunde untereinander dient( im Zusammenhang mit den anderen Körpersignalen ).
Der Gehörgang des Hundes fällt erst einmal nach unten ab und macht dann einen Knick zum Schädel hin in die Gerade. Am Anfang des Gehörgangs ist er knorpelig, zum Ende hin wird er verknöchert. In den Gehörgängen sind Talgdrüsen, die das Ohrenschmalz abgeben. Dies dient dazu den Gehörgang und das Trommelfell geschmeidig zu halten und feinen Staub zu binden. Das verschmutze Ohrenschmalz wird im Normalfall nach aussen abgegeben.
Bei manchen Rassen finden wir auch viele, dichtere Haare am Anfang des Gehörgangs, diese dienen dazu Fremdkörper und Dreck abzuhalten. Aber auch im Gehörgang selber sind noch feine, kleine Häärchen, die diese Funktion weiter unterstützen.

Das Trommelfell trennt das äussere Ohr zum Mittelohr. Es besteht aus dünnem Bindegewebe, welches in einen knöchernden Ring eingefasst ist. Das Trommelfell fängt die Schallwellen aus dem Gehörgang auf und gerät dadurch in Schwingung, welche es dann an das Mittelohr weitergibt.
Um es vor Verletzungen zu schützen, hat der Hund diesen Knick vom horizontalen zum vertikalen Gehörgang.

Das Mittelohr besteht aus einem, mit Schleim ausgekleideten, Hohlraum der mit Luft gefüllt ist. In ihm befinden sich die drei Gehörknöchel (Hammer, Amboss und Steigbügel), die miteinander verbunden sind und die Schallwellen verstärken und weiterleiten. Auch führt von diesem Hohlraum ein Gang zum Rachen hin, der als Ohrtrompete oder auch Eustachische Röhre bezeichnet wird. Dieser Gang ist wichtig für den Druckausgleich auf beiden Seiten des Trommelfells, denn nur so kann das Trommelfell schwingen und damit die Schallwellen weitergeben.

Das Innenohr wird auch als Labyrinth bezeichnet und beinhaltet das Hörorgan und das Gleichgewichtsorgan. Dieses sogenannte Labyrinth ist durch feine Membranen mit dem sogenannten ovalen und runden Fenster und dem Mittelohr in Verbindung. Dieses Labyrinth und die Fenster sind mit Lymphflüssigkeit gefüllt. Eingehende Schwingungen werden auf diese Membranen übertragen und dadurch auf die Flüssigkeit, so dass die Schallwellen dann in flüssiger Form weiter transportiert werden. Dies Schwingungen reizen dann die Sinneszellen des Cortiorgans (= Hörorgan) und dies gibt dann elektrische Impulse über den Hörnerv zum entsprechenden Bereich des Gehirns weiter.
Das Gleichgewichtsorgan besteht aus einem Vorhof und drei Bogengängen (halbrunde Kanäle), die mit feinen Sinneszellen ausgestattet sind. Hier spricht man auch schon mal vom vestibulären Apparat. Diese Zellen geben dem zentralen Nervensystem Information über die Bewegung, Beschleunigung und die Körperlage und machen es erst möglich, dass der Hund sein Gleichgewicht ausrichten kann und bestimmte Haltungen einnehmen kann.
Schädigungen im vestibulären Apparat sieht man schon mal daran, dass der Hund den Kopf schief hält und Schwierigkeiten hat beim Gehen. Er wirkt dann als torkelt er durch die Gegend.


Diese Erklärungen sind mit Sicherheit nicht besonders profimässig, aber ich denke man kann sich so einen kleinen Überblick verschaffen.