Hundohneleine: Infos zum Hund


Anatomie unserer Hunde

Das Hundeauge in Funktion und Aufbau:

Das Auge ist das Sehorgan des Hundes und gibt dem Hund die Möglichkeit sein Umfeld sichtbar wahrzunehmen. Hierbei wandeln Zellen im Auge das Licht in Nervenimpulse um und geben diese über Erregung der entsprechenden Nerven an das Gehirn weiter. Im Gehirn wird dann aus diesen Impulsen ein Bild umgewandelt.

Das Sehvermögen unseres Hundes unterscheidet sich von dem des Menschen in mehrern Punkten: Hunde können bei Dämmerlicht wesentlich besser sehen als wir Menschen, auch Bewegungen nehmen sie besser wahr. Dafür ist die Sehschärfe, auf kurze Distanz, aber geringer und auch Dinge auf Entfernung, die sich nicht bewegen, werden vom Hund schlechter wahrgenommen. Farben kann unser Hund zwar wahrnehmen, aber nicht in dem Spektrum, wie wir Menschen. Er kann, lt. einer wissenschaftlichen Arbeit von Dr. Dana Vaughan, blau, indigo, violett und rot gut sehen, dagegen sind für ihn grün, gelb und orange nicht unterschiedlich, wohl aber nimmt er diese drei Farben auf einem weissen Hintergrund gut wahr. Dafür hat der Hund aber ein grösseres Gesichtsfeld, d.h. er sieht nach links und rechts mehr als wir, kann aber in die räumliche Tiefe nicht so stark sehen, da der Bereich wo sich beide Augen überschneiden geringer ist.

Die Augen befinden sich in einer knörchenden Augenhöhle, die aus verschiedenen Schädelknochen zusammengesetzt ist. Innen an dieser Knochenhöhle findet man Fettpolster, die zum Schutz für den Augapfel und den Sehnerv dienen; auch die Muskeln die für die Augenbewegung zuständig sind, haben ihren Ursprung in dieser Höhle. Am Augapfel angeschmiegt, findet man die Augenlider, die zum Schutz vor Fremdkörper, Verletzungen und Licht dienen. Sie sind innen mit einer Schleimhaut überzogen, der sogenannten Bindehaut oder auch Konjunktiva genannt. In den Augenlider befinden sich Talgdrüsen, die den Lidrand einfetten, damit er geschmeidig bleibt und seine Schutzfunktion durch Schliessen und Öffnen mit einer Art Wischfunktion ausüben kann. Unser Hund besitzt auch noch ein drittes Augenlid, die sogenannte Nickhaut. Diese besteht aus kleinsten Knorpeln, die mit einer Schleimhaut überzogen sind. Sie befindet sich im inneren Augenwinkel und kann durch Muskeln quer über den Augapfel gezogen werden.

Mazou

Um diese Wisch- und Reinigungsfunktion zu erreichen, brauchen die Lider auch Tränenflüssigkeit. Dies ist eine klare, salzige Flüssigkeit, die von den Tränendrüsen produziert wird. Tränendrüsen befinden sich aussen auf den Augäpfeln, innerhalb der knöchernden Augenhöhle. Diese Flüssigkeit sammelt sich im Augenwinkel und wird über den Tränenkanal an die Nasenhöhle abgeleitet. Die Tränenflüssigkeit dient neben der Reinigung und Befeuchtung auch zur Ernährung der Bindehaut und der Hornhaut.

Hornhaut und Glaskörper: Die Hornhaut ist eine elastische, durchsichtige Haut die aussen am Auge zum Schutz des Auges dient. Sie gehört zusammen mit der Lederhaut zur äusseren Augenhaut und verleihen dem Augapfel die Form und die Festigkeit. Der Augapfel besteht innen aus einem Glaskörper, Kammerwasser und Linse. Um das Kammerwasser und den Glaskörper rundlich geformt zu halten, bedarf es einer gewissen Spannung auf der Aussenhaut. Dies erreicht der Augeninnendruck, der sich aus Glaskörper und Kammerwasser zusammensetzt.
Der Glaskörper besteht aus einer wasserhaltigen, gallertartigen, aber klare Masse, die den ganzen Raum zwischen Linse und Netzhaut ausfüllt. Diese Masse braucht immer eine gleiche Konsistenz, verändert sich diese, so hat dies zur Folge, dass die Netzhaut geschädigt wird. Dies geschieht sowohl bei zu hohem (z.b. beim Glaukom), wie auch bei zu niedrigem Druck(z.b. bei einer Netzhautablösung.
Die Lederhaut ist teilweise von einer feinen Membran, der Bindehaut überzogen, die man in den Augenwinkeln unserer Hunde erkennen kann. Der Teil der nicht von der Bindehaut überzogen ist, enthält die Hornhaut, die direkt vor der vorderen Augenkammer liegt und völlig durchsichtig ist, damit das Licht in den Augapfel einfallen kann. Hier findet man auch keine Blutgefässe.


Goofy

Vordere Augenkammer, Linse und Ziliarkörper: Die vordere Augenkammer ist ein mit Flüssigkeit ausgefüllter Raum, der zum Schutz der dahinter liegenden Linse, innerer Augenkammer und Blut- und Nervengefässe dient. Hinter der vorderen Augenkammer befindet sich die elastische Linse, welche durch eine Art Halteband aufgehängt ist, dies bezeichnet man auch als Ziliarkörper. Dieser Ziliarkörper beinhaltet den Zeliarmuskel, welcher für die Linsenkrümmung und damit für die Reflexbewegung der Akkomodation (=wölben der Linse, um den Abstand zum Bild das der Hund wahrnehmen will, einzustellen und damit die Schärfe) zuständig ist. Daneben befindet sich im Ziliarkörper auch die Zeliardrüse, die das Kammerwasser produziert und somit für den Augeninnendruck und die Ernährung der Linse und der Hornhaut zuständig ist.

Iris und Pupille: Eine Art Fortsetzung des Ziliarkörpers ist die Iris, auch Regenbogenhaut genannt. Sie besteht aus Bindegewebe, welches sich durch eine Reflexbewegung, erweitern oder verengen kann, je nach Lichteinfall. In dieses Bindegewebe sind Pigmentzellen eingelagert, die dem Auge seine Farbe geben. Bei einem Albino ist dieses Bindegewebe z.b. vollkommen ohne Pigmente.
In der Mitte der Iris liegt die runde Pupille, das Sehloch, welche durch zwei Muskeln gesteuert wird. Hier werden Lichteinfall und Lichtstärke durch verengen oder erweitern geregelt.

Netzhaut: Die Netzhaut wird auch als Retina bezeichnet und befindet sich vom Pupillenrand bis zum Sehnervausgang als Oberfläche des Augapfels. Vorn ist sie lichtunempfindlich und am hinteren Bereich des Augapfels lichtempfindlich. Diese lichtempfindliche Haut unterteilt man wiederum in eine innere Schicht, wo sich die lichtempfindlichen Sinneszellen befinden, die man in Stäbchen und Zapfen unterteilt. Und in eine äussere Schicht, die pigmentierte Zellen enthält. Der Ort wo sich die höchste Konzentration der Zapfen auf der Netzhaut auffindet, ist der Ort für das schärfste Sehen und wird auch als gelber Fleck bezeichnet. Dagegen befinden sich dort wo der Sehnerv austritt keine Sinneszellen und darum wird dort auch garnicht gesehen und als blinder Fleck bezeichnet.

Socke

Im Hundeauge finden wir besonders viele Stäbchen, die besonders lichtempfindlich sind, das Bild aber nicht in Farben zeigen, dafür gibt es weniger Zapfen, die weniger lichtempfindlich sind, dafür aber Farben registrieren können. Hinter der Netzhaut, in der Aderhaut eingebettet, findet sich beim Hund eine spiegelähnliche Fläche, die sogenannte
Tapetum lucidum.

Diese ermöglicht es unserem Hund auch bei wenig Lichteinfall, dieses Licht auszunutzen, wenn es schon durch die Netzhaut hindurch ist. Es reflektiert sich praktisch und kann darum nochmals genutzt werden. Hiermit erklärt sich auch, warum Hunde in Dämmerlicht besser sehen, als wir Menschen, da wir diese Spiegelfäche nicht haben.

Über entsprechende Impulse werden die Informationen, die die Sinneszellen hier aufnehmen, über den Sehnerv an das Gehirn weiter gegeben und dort entsprechend ausgewertet.



Diese Erklärungen sind mit Sicherheit nicht besonders profimässig, aber ich denke man kann sich so einen kleinen Überblick verschaffen. Für Kritik oder Anregung in diesem Bereich bin ich aber immer offen.