Hundohneleine: Infos zum Hund


Anatomie unserer Hunde

Die Hintergliedmaße und deren Gelenke unseres Hundes:

Die Hintergliedmaße setzen sich zusammen aus Becken, Oberschenkelknochen, Schien- und Wadenbein, Mittelfuss- und Zehenknochen und dem Sprunggelenk. Durch die Hintergliedmaße ist unser Hund in der Lage sich aktiv fortzubewegen. Da dort eine kräftige Muskulatur zu finden ist, wird er durch diese vorangetrieben und dieser Schub wird über Hüftgelenk und Becken auf das Kreuzbein und die Wirbelsäule übertragen.

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Becken und Kreuzbein:
Das Becken besteht aus zwei miteinander verbundenen, knöchernen Hüftbeinen, die wiederum mit dem Kreuzbein verbunden sind. Die einzelnen Hüftbeine bestehen aus Darm-, Sitz- und Schambein. In der Gelenkpfanne kommen diese drei zusammen zum Hüftgelenk. Der Beckenboden besteht bei unserem Hund aus Scham- und Sitzbein; das Beckendach aus Kreuzbein und Darmbeinflügeln. Der Beckeneingang formt sich aus Schambeinkamm, Darmbeinsäulen und Kreuzbein; der Beckenausgang wiederum aus Sitzbeinausschnitt, breiten Beckenbändern und der Wirbelsäule. Dies bildet den Geburtskanal. Damit der Ausgang des Beckens, bei der Geburt, flexibler wird, werden beim Geburtsvorgang die breiten Bänder und auch das Kreuzdarmgelenk, durch Hormone, weicher und dadurch nachgiebiger.
Das Kreuzbein ist ein dreieckiger Knochen (aus drei Kreuzwirbeln zusammen gewachsen), der mit der Lendenwirbelsäule verbunden ist und somit die Hintergliedmaße mit dem Rumpf verbindet. Alles zusammen gewährleistet die Kraftübertragung der hinteren Gliedmaße auf die Wirbelsäule.

Oberschenkelknochen und Hüftgelenk:
Dieser ist der grösste Knochen überhaupt im Hundekörper. Er geht von der Hüftgelenkspfanne bis zum Kniegelenk. Am oberen Ende, zum Hüftgelenk hin, hat es einen Gelenkkopf, der in die Gelenkpfanne des Hüftgelenks passt. Am unteren Ende, zum Kniegelenk hin, befinden sich der äussere und innere Gelenkknorren und die Kniescheibenrolle. Der obere Kopf kann sich im Hüftgelenk drehen: gut nach vorn, schlechter nach hinten und nur ein wenig nach aussen oder innen, bedingt durch die Sehnen.
Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, was aber durch starken Sehnen, die das Gelenk einkapseln, eingeschränkt ist und somit nur wenig zur Seite drehen kann.

Kniegelenk und Kniescheibe:
Die Kniescheibe wirkt pyramidenförmig und besteht aus einer Gelenkfläche und einer Vorderfläche. Sie ist das grösste Sesambein, worin die Endsehne des Kniegelenkstreckers zu finden ist. Sie hält das Kniegelenk an seinem Platz. Die Kniescheibe sitzt in den Gelenkknorren des Oberschenkelknochens und kann sich dort ein wenig hin- und herschieben. Sind die Furchen aussen und innen nicht genügend ausgebildet, kann es passieren, dass sich die Kniescheibe verschiebt. Dann spricht man von Patellarluxation.
Das Kniegelenk ist ein sogenanntes inkongruentes Gelenk, wobei nicht beide Gelenkflächen zueinander passen: sie greifen nicht exakt ineinander. Um dies auszugleichen gibt es dort Knorpelscheiben, den sogenannten Meniskus. Durch Kreuz- und Seitenbänder wird das Gelenk stabilisiert.

Schienbein und Wadenbein:
Diese beiden zusammen stellen das Skelett des Unterschenkels dar. Das Schienbein hat am oberen Ende eine Gelenkfläche und einen inneren und äusseren Gelenkknorren, genauso wie der Oberschenkelknochen. Am unteren Ende, zum Sprunggelenk hin, befindet sich die Gelenkschraube. Schien- und Wadenbein sind gleich lang, nur ist das Wadenbein wesentlich dünner.

Sprunggelenk und Hinterfusswurzelknochen:
Man teilt das Sprunggelenk in Rollengelenk, oberes und unteres Zwischenreihengelenk und Hinterfusswurzel= Mittelfussgelenk. Die Hinterfusswurzelknochen sind aus sieben Knochen aufgebaut, die in drei Reihen angeordnet sind. Die obere Reihe besteht aus zwei Knochen: dem Rollbein, welches eine gelenkige Verbindung zum Schienbein hat, und dem Fersenbein, welches einen Hebel darstellt und den Ansatz für die Achillessehne bietet.
Die Mittelfuss- und Zehenknochen entsprechen den Vordergliedmaße. Allerdings sind hier nur vier Zehen vorhanden. Sollte eine fünfte vorhanden sein, spricht man von der Wolfskralle.



Diese Erklärungen sind mit Sicherheit nicht besonders profimässig, aber ich denke man kann sich so einen kleinen Überblick verschaffen. Für Kritik oder Anregung in diesem Bereich bin ich aber immer offen.