Hundohneleine: Infos zum Hund


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Den Hund beschäftigen?

Natürlich muß man seinen Wutz nicht 24 Stunden am Tag beschäftigen, aber nur dröge Spaziergänge sind für die meisten Hunde auch langweilig. Insbesondere dann wenn es immer den gleichen Weg lang geht, niemals Artgenossen getroffen werden oder der Hund dauernd am Bein kleben muß. Ein Hund braucht nicht nur körperliche Auslastung, sondern auch geistige, sonst verkümmert er auf Dauer.

Keine Panik, das heißt nun nicht das Du mit Deinem Hund bei jedem Spaziergang volle Action bringen sollst, es sei denn Du findest mit der Zeit selber Spass daran. Nein, auch Dein Hund geniesst es mal einfach lang zulaufen, die Nase in die Hundezeitungen zu stecken und einfach nur Hund sein zu dürfen. Aber………wie so oft, kommt nun wieder das große Aber: man kann seinen Hund leider in der heutigen Zeit nicht einfach Hund sein lassen. Hunde müßen folgen, sie müßen im Gehorsam stehen, sie müßen auf uns Menschen achten und sie dürfen nicht einfach frei nach ihren Trieben leben. Man kann einen Jagdhund nicht einfach losstreifen lassen und seinen Jagdtrieb ausleben lassen, man kann einen Hütehund nicht mal eben die Kinder des Nachbarn zusammen treiben lassen oder Herdenschutzhund mal eben seine menschliche Herde beschützen wie er es selbstbewußt tun würde. Diese Liste könnte man ellenlang fortführen.

Also heißt es: wir brauchen artgerechte Alternativen für unsere Hunde. Dies kann man in guten Hundevereinen mit anderen Hundeverrückten zusammen lernen, aber das ist sicher kein Muss. Die Hauptsache ist, man beschäftigt sich mit seinem Hund. Spazieren allein ist bestimmt nicht das Tollste für Deinen Liebling, er freut sich mit Sicherheit mehr, wenn Du Dir dabei auch etwas einfallen lässt und seien es manchmal nur Kleinigkeiten:

Hast Du Dich schon mal versteckt? …sollst mal sehen, wie begeistert er sich auf die Suche nach Dir macht. Das hat auch einen schönen Nebeneffekt: das Hundchen lernt mehr auf Dich zu achten, denn da der Hund bekanntlich ein Rudeltier ist, will er sein Rudel natürlich nicht verlieren. Und sein “Rudel” sind wir, wobei wir dabei auch das Leittier ;-) sein sollten. Sicher ist dies nicht immer und bei allen der Fall …schmunzel…aber man kann dran arbeiten.

Kletter doch mal im Wald über einen Holzstapel (aber paß auf, daß Du Dich dabei nicht verletzt, Dein Hund ist da viel sportlicher), mit hektischer Freude wird Dein Hund versuchen vorher darüber zu klettern. Übe mit ihm, daß er dies lieber auf Dein Signal hin macht.
Nimm Deinen Hund an die Leine, zeig ihm sein Lieblingsspielzeug oder Leckerchen und verstecke dieses für ihn sichtbar, dann gehst Du ein paar Schritte weiter und machst ihn heiss auf das Versteckte (wo ist es, such es… etc.) Lass ihn von der Leine und lauf mit ihm in die Richtung zurück, wo Du es versteckt hast …ähmm, Du solltest Dir schon gemerkt haben, wo das war, für den Fall das Dein vierbeiniger Freund keine Lust auf Suchen hat. Meist ist er aber begeistert bei der Sache und will unbedingt vor Dir das begehrte Spielzeug haben. Du solltest ihn es auch finden lassen ;-) Dies lässt sich ewig so weiterführen, lass einfach Deine Phantasie spielen, meist ist weniger mehr.

Desweiteren gibt es auch viele Dinge, die man mit seinen Hunden unternehmen kann, die nicht unbedingt eine Anleitung brauchen, da sie spontan und albern sein können, den Hunden aber oft genauso viel Spass bringen, wie sich einfach mal in die Sonne legen und den Hund massieren, Leckerchen vorher verstecken und dann mit dem Hund eine Jagd veranstalten, wobei man dann seinen Status als gutes Leittier beweisen kann, denn immerhin finden immer wir die besten Leckerchen ;-) oder auch Spiele im Haus, wenn das Wetter mal total eklig ist oder uns Krankheit ins Haus verbannt. Dazu gibt es z.b auf Spass mit Hund ganz tolle Ideen.

Goofy

Viele Hunde leiden leider unter chronischer Langeweile, werden durch zu wenig Auslauf, zu wenig Bewegung und auch durch Nichtanregung ihres eigentlich so wachen Verstandes verhaltensgestört, erleiden regelrecht seelischen Schaden. Sie landen dann, wenn ihre Menschen mit ihnen nicht mehr klar kommen, im Tierheim oder wenn sie vor lauter Verzweiflung mal zwicken sogar beim Tierarzt zum Einschläfern. Dies müßte in vielen Fällen sicherlich nicht sein. Also schaut Euch ruhig mal um welche Arten der Beschäftigung es gibt. Es gibt jede Menge Möglichkeiten sich mit dem Hund abwechslungsreich, sportlich oder auch helfend zu betätigen. Im Net findet man massig Seiten zu den jeweiligen Sportarten.

Wobei ich nicht behaupten möchte, daß man seinen Hund nur dann auslasten kann, wenn man eine bestimmte Sportart ausführt. Ich bin der Meinung es kommt auf eine gute Mischung an, sowohl Kopf als auch Körper sollten ausreichend angeregt werden…egal ob im Verein oder allein oder mit Freunden. Übertriebener Ehrgeiz und die Ansicht der Hund sei ein Sportgerät sind dagegen in meinen Augen absolut unakzeptabel.