Hundohneleine: Infos zum Hund


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Alleinbleiben oder Mitfahren ?!

Wenn Du oft unterwegs bist, solltest Du Deinen neuen Hausgenossen an zwei Dinge von Anfang an gewöhnen:
  • das Autofahren:
    damit er nicht soviel alleine sein muss, denn Dein Hund ist ein Rudeltier und möchte demnach am liebsten bei seinem Rudel sein
  • das Alleinebleiben:
    wenn es nicht anders geht, denn irgendwann müssen wir ja auch das Geld für das Hundefutter verdienen ;-) und nicht jeder hat die Möglichkeit seinen Vierbeiner mitzunehmen

Zum Auto sei gesagt: zu Deiner eigenen Sicherheit ist es sehr von Vorteil, wenn Dein kleiner Chaot nicht im ganzen Auto herum hampeln kann. Also entweder ein Hundegitter einbauen, was den treuen Freund von uns abtrennt, eine festsitzende Hundetransportbox in der unser Freund mitfahren kann oder einen gut sitzenden Hundegurt, der ihn auf dem Rücksitz anschnallt. Alles hat seine Vor- und Nachteile, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann.

Die normalen leicht einzubauenden Hundegitter sind für die Hunde normalerweise kein Hinderniss, wenn sie sich in den Kopf gesetzt haben, sich nach vorne zu schummeln. Ein kleiner Vierbeiner passt wunderbar an den Seiten durch und die grösseren Kaliber drücken sich solange dagegen, bis es sich verschiebt. Insbesondere wenn sie mal alleine im Auto auf einen warten sollen, scheint der Fahrersitz besonders begehrenswert zu sein.

Die Transportbox ist auf jeden Fall ausbruchssicher, aber sie stört in kleinen Fahrzeugen doch erheblich die Sicht, ausserdem ist dann kaum Platz für Gepäck oder ähnliches.
Der Hundegurt sollte auf jeden Fall dem Hund in seiner Grösse angepasst sein, was schon mal bedeutet, dass wir dies für unseren Welpen wohl nicht benutzen können, denn wer will schon alle halbe Jahre einen Neuen kaufen müssen. Meistens lassen sie sich zwar in der Grösse verstellen, aber eben nicht unbegrenzt.

Wie aber bringe ich meinem Hund nun das Autofahren bei? Auf alle Fälle so, dass es für ihn zur Freude wird und nicht zum Albtraum. Auf keinen Fall in einem geschlossenen Kofferraum, wie ich es kürzlich gesehen habe und in erbitterten Streit mit diesem Hunde"freund" geraten bin. Für die ersten Ausflüge am Besten ganz kurze Strecken, z.b. ins Feld zum Spaziergang... also etwas, worauf der Kleine sich freut.

Man kann sich erstmal mit dem Kleinen in den offenen Gepäckraum setzen, ihn dort mit Leckerchen füttern und ihm so sein zweites Zuhause schmackhaft machen. Wichtig ist, dass wir den Welpen hineinheben und ihn nicht hineinspringen lassen, dafür sind seine Knochen und Gelenke noch nicht genug ausgereift. Auch beim Aussteigen sollten wir ihm von Anfang an beibringen, dass er nicht sofort aus dem Auto hüpfen darf, schon zu seiner eigenen Sicherheit.

Angies Wautzis

Wenn der Hund grösser ist, würde ich ihm beibringen nur auf Signal ins Auto zu springen und entsprechend auch nur auf Kommando herauszuspringen. So wird er nicht einfach zu Fremden ins Auto springen oder sich locken lassen. Wenn er sich denn überhaupt locken lässt und er wird nicht sofort aus dem Auto hüpfen, sobald Du die Klappe oder Türe öffnest.

Noch etwas zum Beachten: Wenn Dein Hund das Auto nachher als "zweites Zuhause" empfindet, wird sich auch sein Revierverhalten auf das Auto ausdehnen. Das solltest Du beachten, wenn sich Fremde Deinem Auto nähern können. Du solltest die Fenster nie soweit auflassen, dass etwas passieren kann.

Nun zum Alleinebleiben: Auch hier gilt - früh übt sich - denn je früher Dein Kleiner lernt auch mal alleine zu bleiben, desto leichter gewöhnt er sich daran. Du kannst es leicht üben, wenn Du ihn einfach in einem anderen Raum lässt, während Du Dich irgendwo im Haus aufhälst. Gib ihm vielleicht am Anfang immer etwas zu Knabbern, so dass er beschäftigt ist und nicht gleich in ohrenbetäubendes Gejammer verfällt. Auch solltest Du es von Anfang an in kleinen Schritten üben, damit meine ich zunächst nur ein paar Minuten und die Zeit, wenn es klappt, immer mehr verlängern. Bald wird er merken, dass wir ja immer wieder zurück kommen und ihn nicht vergessen haben.

Weint er doch einmal, dann begib Dich bloss nicht gleich zu ihm, denn dann verknüpft er genau das Gegenteil von dem was wir erreichen wollen: ich jaule oder belle und mein Mensch kommt angelaufen... jippy, freufreu, wedelwedel. Warte besser eine Luftholpause ab, also wenn er gerade ruhig ist und hole ihn dann aus seiner Not. Lobe ihn immer, wenn er sich ruhig verhalten hat mit Worten, mit einem Spiel, mit Streicheleinheiten oder auch mit Leckerchen. So wird er bald lernen, brav darauf zu warten, dass wir wieder da sind.

Manche sagen man soll ihn garnicht loben, weil es selbstverständlich werden soll für den Hund, dass man ausser Haus geht... das musst Du selber entscheiden, ...wie so oft gibt es im Zusammenleben mit unserem Vierbeiner die unterschiedlichsten Meinungen. Und das möchte ich hier mal eben betonen, dass finde ich auch gut! Denn ich bin der Meinung, dass es kein Patentrezept für unsere Hunde gibt.

Goofy und Mazou

Welpen schlafen noch sehr viel, dies kann man bestens nutzen um ihn mal alleine zu lassen. Denn währenddessen vermisst er uns auch nicht. Also vorher ein ausgedehntes Spiel und der Kleine braucht erstmal mal eine Ruhephase ...siehe Gismo ;-)

Manche Hunde kann man auch mit einem getragenen Kleidungsstück beruhigen; Hauptsache es riecht nach uns und man (Hund) kann sich damit richtig einkuscheln. Nimm nicht gross Abschied von Deinem Vierbeiner, auch wenn er Dich noch so traurig anschaut - und das können sie wirklich perfekt - er soll merken, das es selbstverständlich ist, dass wir mal ohne ihn aus dem Haus gehen.

Es gibt noch die Methode des ins Zimmer stürmens und ihn ordentlich zurechtweisen, wenn er heult. Also ihn vorn links und rechts im "Kragen" zu packen, ihn vorn leicht anzuheben und dies mit den Kommandos "NEIN" oder "PFUI" zu unterstreichen. Aber zu beiden Methoden muss ich sagen, dass sie funktionieren können, aber nicht unbedingt müssen. Manchen Hunden macht es eben nichts aus ein paar Stunden alleine zu verbringen, andere heulen schon, wenn man nur in einem anderen Zimmer ist. Auch wenn Du Dir einen zweiten Hund anschaffst, bedeutet das nicht, dass nun Ruhe ist. Im Gegenteil, dann heulen sie eben im Chor, wenn sie sich vom Rudelführer verlassen fühlen. Da kann ich dann nur hoffen, dass Ihr mit Euren Nachbarn einen guten Kontakt pflegt. Wichtig ist, in meinen Augen, auch noch zu betonen, dass dies kein Verhalten ist um uns zu ärgern, sondern das es einem natürlichen Trieb unseres Hundes entspringt. Er mag einfach nicht gerne alleine sein und versucht seinem Geselligkeits- und Meutetrieb gerecht zu werden.

Meine Socke kann z.B. garnicht alleine bleiben, meinem Mazou dagegen macht es garnichts aus und unser Goofy heult auch wie ein Wolf, wenn keiner von den anderen Beiden zuhause bleibt. Bleiben die Drei zusammen alleine zu Hause, herscht auch Ruhe, aber wehe ich nehme zwei mit. Dann wird solange gejodelt, bis der Rest des Rudels wieder daheim ist.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es sich lohnt mal freundlich mit den Nachbarn zu sprechen und ihnen zu erklären, dass man gerade das Alleinsein übt und die Jaulerei darum hoffentlich nur vorrübergehend ist. So geht man Ärger wegen Lärmbelästigung meist aus dem Weg.

Gerade auch bei der Haltung von mehreren Hunden finde ich es wichtig, dass man mal alleine mit Einem unterwegs ist, damit er auch alleine sicher werden kann und seine eigenen Erfahrungen machen kann, ohne sich an den anderen zu orientieren. Es könnte ja auch mal passieren, dass aus welchen Gründen auch immer, er ein Einzelhund wird und dann wird er massive Probleme bekommen, wenn er es nie kennenlernen durfte und auch allein Selbstbewusstsein aufbauen konnte.